Über mich

“Ich wusste schon mit vier Jahren, dass ich mal Schreiben will!”IMG_1700_zuschnitt  “Schon mein Jugendzimmer quoll über mit Geschichten und Gedanken.” Sätze wie diese sind niedlich und ich glaube den Leuten, die sie schreiben. Interessanterweise trifft nichts davon auf mich zu. :D Aber fangen wir mal beim Anfang an!

Ich glaube, das einzige, was sich wirklich durch meine Schullaufbahn zog, war die Aussage: “Du kannst aber toll vorlesen.” Öh. Ja. Danke für das Kompliment. Kann ich mir leider nix von kaufen.
Schule war für mich immer ein notwendiges Übel, lief aber zum Glück intellektuell so nebenher. Bis auf Mathe. Mathe war und ist mein Feind. Soviel zu der absolut irrigen Annahme, Hochbegabung und Mathe-Genie seien Synonyme. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Der krönende Abschluss meiner 13 Jahre Bildungsfolter? Ganze fünf Punkte im Deutsch-Abitur! *lach* Nunja, ich bin nicht der erste Beweis, dass Noten und Fähigkeiten wirklich nichts miteinander zu tun haben. ;)

Und nach der Schule natürlich das übliche Loch: Was tun, was anfangen? Mein Papa war für ein BWL-Studium. Ich lache heute noch. Nix für ungut, Papa! ;)
Meinen sehr kurzen Schlenker über einen Ausbildungsberuf “Kauffrau für Bürokommunikation mit Fremdsprachenanteil Englisch” beendete ich mit den exakten Worten: “Leckt mich alle, für diesen Job habe ich definitiv zu viel ungenutzten Hirnschmalz!”
Direkt danach habe ich mir eine Landkarte geschnappt, alle Hochschulen im Großraum Rhein-Main ausfindig gemacht und zusammengesucht, welche Studiengänge diese Unis anbieten. Mir war immer klar, dass ich nicht zum Studieren weggehe. Warum auch? Mein damaliger Freund wohnte hier und zwischen Mainz, Hanau, Darmstadt und Aschaffenburg musste sich ja wohl etwas finden lassen. Da eine Freundin meiner großen Schwester gerade an der Hochschule Darmstadt im Studium Online-Journalismus steckte und wir gute Sachen davon hörten, schaute ich mir auch dieses Themenfeld bereitwillig an. Das Ganze mündete in ein Vorpraktikum bei der Offenbach-Post, einer der größten Regionalzeitungen in unserem Gebiet. Und dieser Satz ist zwar genauso kitschig wie die Zitate oben, aber er ist wirklich wahr: Nach meinem ersten Tag dort wusste ich, dass ich bei der schreibenden Zunft goldrichtig bin. Nach vier Jahren Texten, Recherchieren, Glossen schreiben, Videos drehen, Synchronsprechen, Bloggen, pauken von Journalismus und PR-Grundregeln und dem allseits gefürchteten Medienrecht hatte ich mein Diplom in der Hand. Diplom Online-Journalistin (FH). Das klingt für mich noch heute… stimmig.

Direkt nach dem Studium stieg ich bei dem Verein mit den vier großen, gelben Buchstaben ein. Zuerst als Online-Redakteurin, nach meiner Babypause dann als Touristik-Beauftragte. Und obwohl ich mich erst innerlich ziemlich gesträubt hatte, in dem Club wieder so richtig einzusteigen, ist mir jetzt klar, warum es so kommen musste. Ich betreue dort nämlich derzeit die Broschüren. Also Druckwerke. Die getextet und lektoriert und mit Fotos ausstaffiert und gelayoutet werden wollen. Meine Kontakte sind Grafikdesigner fürs Cover und Druckereien und Lieferanten. Merkt ihr was? Noch mehr Ausbildung im publizistischen Metier könnte ich nur haben, wenn ich im Buchverlagswesen einsteige. ;) Jeden Tag merke ich aber doch, dass ich für ein Großraumbüro nicht gemacht worden bin. Das liegt zum Teil daran, dass ich meinen Ohren einfach nicht befehlen kann, den 15 Leuten um mich herum nicht zuzuhören; und zum Teil liegt es am Schreiben, das ich nunmal als meine Berufung ansehe.

Wo es mich wohl noch hin verschlägt die nächsten Jahre? Ob meine Bücher wirklich bekannt werden? Ich wünsche es mir natürlich. Aber selbst, wenn meine Geschichten keine größeren Kreise ziehen, werde ich nicht aufhören, sie niederzuschreiben. Manche Leute sagen, Künstler ist man, wenn man nicht anders kann, als seine Werke zu manifestieren. Ich denke (und ich fürchte), dass diese Definition auf mich zutrifft.

Übrigens: Ich bin auf Facebook und Twitter unterwegs.

 

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