Papyrus Autor – Wie konnte ich jemals ohne?!

thesaurusEs gibt so Programme, um die kommt man in seinem Metier nicht herum, und für Autoren ist das eindeutig Papyrus Autor!

Ich dachte ja, ich kann mich irgendwie um die 180 Euro herumdrücken, die das Software-Kleinod aus Berlin kostet. Aber nachdem mir in Word sehr schnell klar wurde, dass Microsoft damit nun einmal Sekretärinnen bedient, und absolut ungeeignet ist, Dokumente mit mehr als ca. 20 Seiten anzulegen, musste was Ordentliches her. Einen Zwischenschritt über Scrivener habe ich mir ebenfalls gegönnt. Scrivener ist das Pendant zu Papyrus Autor, kommt allerdings aus Großbritannien und damit ist die Unterstützung der deutschen Sprache natürlich hinfällig.

Und was ist nun so toll an Papyrus? Uff. Wie wäre es mit… fast alles?

  1. Der DUDEN-Korrektor: Die Leute werden ja (leider) nicht müde, mich darauf hinzuweisen, dass die Drachenkind-Erstauflage mehr als nur ein paar Fehler enthält. Obwohl ich wochenlang beim Duden online etc. pp. nachgeschlagen habe. Obwohl zwei (teilweise fünf) überdurchschnittlich sprachbegabte Menschen für mich Korrektur gelesen haben. Aber es hat halt keinen 6.000 Euro – Lektor genossen. Und ganz ehrlich? Niemand, ganz besonders nicht die Leser, hätte den zahlen wollen. Jetzt habe ich für schlappe 180 Euro einen KI-Lektor, der mir gnadenlos alles anstreicht, was auch nur entfernt ein Fehler sein könnte. Er kann Wortdoppelungen und Umgangssprache (und etwa 10.000 andere Dinge) erkennen, beherrscht selbstredend die neue Rechtschreibung und ist wirklich gnadenlos… genau das, was ich brauchte!
  2. Die Figuren-Datenbank: Mit einem Doppelklick auf den Namen noch mal schnell nachsehen, wie alt der Charakter ist, welche abgedrehte Bartform er hat oder welchen Spitznamen ihm sein Sohn verpasst hat. Muss ich noch mehr sagen? Genial!
  3. Der Normseiten-Knopf: Zuerst denkt man, man braucht ihn nicht. Dann geht man irgendwo online, um nachzusehen, in welchem Format man was wo (Preisausschreiben, BoD) einreichen muss. Und dann versteht man ganz schnell, warum es ihn gibt! Mit einem Knopfdruck von einer Word-ähnlichen Oberfläche mit schön aussehenden Worten (ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich die Schriftart Courier New HASSE) hin zu dem exakten Seiten- und Wordcount, in dem die Branche nun mal rechnet. Wahnsinn.
  4. Buchsatz: Auf einer Messe sagte mir ein Mitarbeiter von Papyrus grinsend “Hä? Extra Buchsatz? Nein, nein. Alles wird sofort in Papyrus gesetzt und ist dann perfekt.” Ich dachte mir noch: “Wer’s glaubt, wird selig.” Und jetzt? Halleluja, er hatte doch Recht. Das ist nämlich der absolut schlagende Unterschied zwischen Scrivener und Papyrus, der mir zuerst so gar nicht gefallen wollte: Man schreibt in Papyrus so, als würde man direkt auf die Buchseite tippen. Wie in Word halt. Das bedeutet aber auch, dass man viel Scrollen muss. Ein Problem, das ich mit Scrivener (das sich mehr wie eine blanke Webseite verhält) abgelegt hatte. Aber Scrivener kann keinen Buchsatz. Keine Chance. Aus Scrivener erhält man ein Manuskript bei Ausgabe, ja. Ein ungesetztes, im falschen Format, an dem man noch etwa 14 Wochen werkeln muss… in Word natürlich *aaaaah*! Jetzt? Meine Probleme sind dahin. Und das übersetzt sich direkt in eine ganz andere Schaffensgeschwindigkeit!

Wer selbst schreibt, seien es Blog-Artikel oder Doktorarbeiten oder Geschichten, dem kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen, sich mal auf der Webseite von Papyrus Autor umzusehen. Und nein, ich werde für diese Worte nicht bezahlt. ;) Mein einziger, ganz persönlicher Kritikpunkt, der überhaupt nichts mit der Software zu tun hat, wäre der: Jungs, lasst euch doch mal ein neues, richtig hübsches Logo ausarbeiten. Genug (Cover-)Designer solltet ihr doch kennen! *hihihi*

www.papyrus.de

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